Kulturlandschaft

Schon sehr früh begann die Besiedlung der Elbtalaue. Einige Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 6.000 – 2.000 v. Chr.) belegen, dass Siedler Ackerbau und Viehzucht an der Elbe betrieben. Während der Völkerwanderung zogen die Germanen nach Süden. Slawische Wenden besiedelten nun das Gebiet. Noch heute erinnern viele Orts- und Flurbezeichnungen daran. Auch die Flussnamen Stepenitz, Löcknitz und Karthane sind slawischen Ursprungs.

Die Kreuzzüge zur Christianisierung der ostelbischen Gebiete begannen zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen fanden statt, so die legendäre Schlacht bei Lenzen 929.

Erst im 12. Jahrhundert setzten sich die Deutschen östlich der Elbe endgültig durch. Siedler aus der Altmark, Westfalen, Friesland, Flandern und aus Holland zogen an die östlichen Ufer der Elbe. Diese besaßen z.T. gute Kenntnisse im Deichbau. Bereits 1330 war die Elbe im Wesentlichen eingedeicht und der Wald in der Niederung gerodet. Die Städte Wittenberge, Perleberg und Putlitz wurden gegründet. Die Prignitz wurde ein Teil der Mark Brandenburg.