Das Nest ist gemacht - Rühstädter bereiten Storchenanflug vor

Am zweiten Wochenende im März fand die Sanierung und Reinigung der Storchennester hoch auf den Rühstädter Dächern statt. Die Mitglieder des Storchenclubs Rühstädt bereiteten mit Hilfe einer Hebebühne wie in jedem Jahr ihren zeitweiligen Ehrenbewohnern die Nester vor. Gemeinsam mit Mitarbeiterinnen des NABU wurden die Horste ausgewählt, die einer genaueren Überprüfung unterzogen werden sollten.

Als erstes ging es zum Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Rühstädt, um das dort befindliche Weißstorch-Nest auf Stabilität zu prüfen und von Fremdmaterial, wie Plastik, zu reinigen. Dies ist besonders wichtig, denn ist ein Horst aufgrund von Verwitterung instabil geworden, scheidet er als Nistplatz aus, denn die Weißstörche suchen sich gezielt sichere Nistplätze. Auch die zwei Horste auf dem Besucherzentrum Rühstädt wurden geprüft und von Müll befreit. Diese beiden jährlich besetzten Horste sind für Besucher besonders interessant, da eine Live-Kamera Brutgeschehen und Jungenaufzucht fortlaufend dokumentiert.

Dritter Haltepunkt war der Alte Speicher der Gemeinde Rühstädt. Hier wurde der bestehende Horst durch einen neuen Kranz aus Weidenzweigen verstärkt. Mit Heu wurde alles abgedichtet – schon war die gute Stube für die geflügelten Bewohner fertig.

Als letztes stand der Alte Kuhstall auf dem Plan, auf dem gleich vier Storchenhorste sind, die sich in sehr unterschiedlichen Zuständen befanden. Auch hier wurde alles wieder hergerichtet, damit die in diesen Tagen einfliegenden Weißstörche mit dem Brutgeschäft beginnen können.

Diese ehrenamtlichen Arbeiten der Weißstorch-Unterstützer tragen wesentlich dazu bei, die Population in Deutschlands storchenreichstem Ort zu erhalten.

 

Gebiet

  • Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe

Meldung vom 14.03.2020