Spannende Einblicke in die Arbeit der Partner des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe
Mit 56 Teilnehmenden erfreute sich die diesjährige Busexkursion zu ausgewählten Partnerinnen und Partnern des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe eines erfreulich großen Zuspruchs. Und die Buspassagiere aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bekamen einiges geboten: Sechs Betriebe präsentierten im Tagesverlauf ihre Geschäftskonzepte, ermöglichten Einblicke hinter die Kulissen und stellten ihre Produkte und Dienstleistungen vor.
Mit einem Frühstück aus ihren eigenen Backwaren startete das Programm bei der Vollkornbäckerei Rasche in Zernien, wo Jochen und Sören Rasche die Arbeit ihres traditionsreichen Familienbetriebs vorstellten. Für den Brötchen-Belag sorgte u. a. auch der Hof Wendland Ziege aus Bausen, auf dem sich Veronika und Sören Obermayer der Zucht von Thüringer Wald Ziegen und Toggenburger Ziegen verschrieben haben. Bei einer Besichtigung des Hofes informierten die Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau über die schönen, aber auch herausfordernden Seiten der Zucht dieser alten Haustierrassen und die Verarbeitung und Vermarktung der Ziegenmilch. Mit traditionellen Handwerken beschäftigt sich auch der Werkhof Kukate, der im Anschluss besucht wurde. Inge und Michael Seelig öffneten ihre Werkstätten für die Gäste und gingen auf die inzwischen 50-jährige Entwicklung des Werkhofs ein. Weiter ging es nach Hitzacker Dorf, einem interkulturellen Generationendorf, in dem drei Biosphärenreservatspartner beheimatet sind bzw. waren. Die Matratzen-Manufaktur Oasia von Nadja und Melanie Abbas, die ihren Sitz inzwischen nach Lüchow verlegt hat, steht für handgearbeitete, individuell hergestellte Matratzen aus Naturmaterialien. Manfred Rebentisch stellte dann seine Firma Comparat zur Entwicklung kleiner, überschaubarer und schneller IT-Systeme sowie den Mitgliederladen dinXda vor, der in den Räumlichkeiten des Wohnprojekts angesiedelt ist und auch Anwohnern außerhalb des Dorfes zur Verfügung steht. Zum Abschluss bereitete Soulkitchen, eine Initiative des Dorfleben Hitzacker e. V. ein leckeres Abendessen zu.
Während der Busfahrt informierte Elena Konrad vom Naturpark Wendland.Elbe die Teilnehmenden über die typischen Rundlingsdörfer und ihre Umgebung, aber auch über die Aufgaben und Ziele des Naturparks. Tobias Keienburg, der für die Biosphärenreservatsverwaltung das Partnertreffen organisierte, zeigte sich mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden: „Am Beispiel der besuchten Betriebe haben sich die Partner intensiv über ihre eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünsche des regionalen Wirtschaftens ausgetauscht. Das ist genau die Art der Vernetzung, die wir uns von der Veranstaltung erhofft haben.“
Pressemitteilung der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue
Hintergrund: Im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe besteht seit 2011 ein bundesländerübergreifendes Partnernetzwerk. Die Partnerinnen und Partner des Biosphärenreservats sind Betriebe und Einrichtungen, die im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens anerkannt werden. Dieses Verfahren setzt die bundesweiten Standards für Partnernetzwerke des Nationale Naturlandschaften e. V., des Dachverbandes der Großschutzgebiete, um.
Das Partnernetzwerk möchte regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und die Zusammenarbeit zwischen Biosphärenreservatsverwaltung, Kommunen, Interessenvertretungen, Unternehmen und Vereinen fördern. Die Partnerinnen und Partner stehen als Botschafter des Biosphärenreservates für Angebote mit regionalem Bezug und orientieren sich an den Kriterien des Partnernetzwerks.
Das Netzwerk der Partner des UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe umfasst länderübergreifend mehr als 190 Partner in elf Branchen.
Gebiet
- Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
Meldung vom 22.10.2026
